Sektionswahl

Freiberufler

Vorschläge und Erwartungen der Sektion Freiberufler zur Mitgliederinformation und Datenerhebung (Sektionswahl) in Report Psychologie 1/03 im Rahmen der anstehenden Strukturreform

Die Mitglieder werden aufgefordert, sich zu erklären, ob sie überwiegend (mehr als 50 % der Arbeitszeit) freiberuflich oder angestellt (oder verbeamtet) tätig sind.
Mit einer weiteren Stimme entscheiden sie sich für ein primäres und ggf. weitere Fachgebiete.

Begründung: Eine Umfrage unter den Mitgliedern der Sektion am Tag der Freiberufler zum Thema Sektionswahl ergab ein einstimmiges Ergebnis, welches sicherlich richtungsweisend, wenn nicht sogar repräsentativ für die Meinung der Mitglieder des BDP ist: eine Entscheidung für eine Fachsektion oder eine Sektion, die fachübergreifend berufsständische Interessen vertritt, wird klar und deutlich abgelehnt.
Es ist eine banale, unumgängliche Tatsache, dass jeder erwerbstätige Psychologe in einem oder mehreren Fachgebieten selbstständig oder angestellt / verbeamtet arbeitet und daher nicht zwischen der Vertretung seiner fachlichen und seiner übergreifend berufsständischen Interessen wählen möchte.
Um diesem sowohl - als auch gerecht zu werden, ist ein geänderter Wahlmodus, nämlich eine Trennung der Sektionswahl in 2 Stimmen notwendig.

1. Formulierungsvorschlag zur Erläuterung des Gegenstandes der Entscheidung:

Die Entscheidung für eine Primärsektion heißt: Ich interessiere mich vordringlich für die Belange dieses Fachgebietes oder dieses berufsständischen Feldes.

Dieser Formulierungsvorschlag beinhaltet im Gegensatz zu der auf der DK 2/02 vorgestellten Version

a) keine suggestive Bevorzugung der fachlichen Sektionen im Vergleich zu den Sektionen Freiberufliche Psychologen, Angestellte u. Beamtete Psychologen, Aus-, Fort-, Weiterbildung in Psychologie
b) keine zu starke Betonung einer geforderten Aktivität der Mitglieder, welche sicherlich die Rücklaufquote senken und eventuell sogar Austritte provozieren würde.

2. Zum Artikel "Strukturreform 2003: Das Wichtigste in Kürze":

Es ist nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass in der jetzigen Fassung der neuen Satzung das politische Gewicht einer Sektion in der DK zukünftig von der Anzahl der Primärmitgliedschaften abhängen wird.
Nur wenn die Mitglieder über diese notwendige Information verfügen, können sie ihre Sektionswahl verantwortlich treffen.

3. Im Falle einer Nicht-Wahl:

Es ist dringend darauf hinzuweisen, was im Falle einer Nicht-Wahl beim verbindlichen Wahlaufruf geschieht. Hierüber sollte Klarheit bestehen, da von einer hohen Nichtwählerquote ausgegangen werden kann.

4. Die Sektionswahl ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Meinungsbild zu erheben.

Begründung: Durch das verspätete Inkrafttreten der Satzung zum 01.07.2003 besteht keine Notwendigkeit, bereits jetzt verbindliche Wahlentscheidungen zu treffen.
Es besteht mittlerweile weitgehende Einigkeit, dass die Abhängigkeit der DK-Mandate von den Primärmitgliedschaften einer Sektion überdacht und revidiert werden muss. Dies wird jedoch erst auf der nächsten DK möglich sein.

Um für eine mögliche Revision über Datenmaterial zu verfügen, sollte zusätzlich zum Meinungsbild 1 (Primärsektionswahl mit 1 Stimme) ein Meinungsbild 2 (Wahl einer primären Fachsektion und Entscheidung über Freiberufler/ Angestellte u. Beamtete; 2 Stimmen; vgl.I.) erhoben werden.

Als Entscheidungshilfe für die DK 1/03 sollten die Mitglieder zudem darüber abstimmen, ob sie eine verbindliche Wahl nach dem Meinungsbild 1 oder nach dem Meinungsbild 2 bevorzugen.


Heidelberg, den 01.12.02 Arbeitsgruppe und Delegierte der Sektion Freiberufler,
i.A. Eva Senges-Anderson und Gerhard Fischl