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Presseinformationen
Presseinformationen über Freiberufliche Psychologen, Veranstaltungen usw. - Gewerbesteuerfreiheit der Freien Berufe bestätigt (PDF)
Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Der Freie Beruf – Zeitschrift für Beruf, Wirtschaft Politik“ erschienen. Dieser sehr lesenswerte Artikel kann – gerade in unserer Berufsgruppe – zu Missverständnissen führen. Abgesichert ist die steuerliche Situation der Psychologischen Psychotherapeuten. In anderen Bereichen besteht jedoch durchaus noch Klärungsbedarf, inwieweit die ausgeübten Tätigkeiten tatsächlich die Merkmale eines Freien Berufes erfüllen. Da die Psychologen in den sog. Katalogberufen des Steuerrechts namentlich nicht erfasst werden, besteht hier – für alle Beteiligten – ein Interpretationsfreiraum. In Zweifelsfragen sollte stets unsere Sektion oder der Justiziar des Berufsverbandes konsultiert werden. - Die Freien Berufe und das Vertrauen in der Gesellschaft – Ansätze zu einem Aufbruch (PDF)
Der Autor hat hier in einer ganz hervorragenden Abhandlung die Merkmale der Freien Berufe analysiert und auch in überzeugende Bedingungszusammenhänge erstellt. Diese Expertise werden wir in unserer Sektion zur Grundlage unseres beruflichen Selbstverständnisses aufnehmen. - Tagung des Bundesverbandes der Freien Berufe (Freiberuflichkeit im neuen Europa)
- Mitteilung zur Gewerbesteuer
Freiberuflichkeit im neuen Europa
Der Sektionsvorsitzende hat am 5.5.04 in Berlin an der Tagung des Bundesverbandes der Freien Berufe zum Thema "Freiberuflichkeit im neuen Europa" teilgenommen.
Durch die Osterweiterung und die Ausdehnung des Binnenmarktes hat sich die Situation für die Freien Berufe nachhaltig verändert. Einige Organisationen des BFB befürchten die Konkurrenz durch "billigere" Mitbewerber aus den Beitrittsländern (z.B. die Ärzte) andere wiederum eine Aushöhlung der deutschen Qualitätsstandards durch die Deregulierungsbemühungen der Europapolitiker in Brüssel.
Insbesondere die wirtschaftsberatenden Berufe erkennen aber auch Chancen in diesen Entwicklungen, doch eine einheitlichen Chancen- und Risikoabwägung für die gesamte Gruppe der Freien Berufe war offensichtlich nicht möglich.
Einen besonderen Lichtblick der insgesamt sehr gelungenen und gut besuchten Veranstaltung bildete die Rede von Herrn Dr. Schäuble, der einen leidenschaftlichen Appell für die Erhaltung der ethischen Standards der Freien Berufe und für die Verpflichtung für das Gemeinwohl an die Anwesenden richtete.
Abschließend hielt der Rechtsanwalt und Mitglied des Europäischen Parlaments, K.-H. Lehne einen sehr differenzierten und informativen Vortrag über den jetzigen Stand der politischen Prozesse in Brüssel. Der Referent wurde von dem Sektionsvorsitzenden spontan zum Tag der Freiberufler in eingeladen.
Gewerbesteuerpflicht für Freiberufler hilft Kommunen nicht und schwächt den Mittelstand
Nach der neuerlichen Vertagung der Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen deutet sich weiterhin ein "Kompromiss" zu Lasten Freier Berufe an. Offenbar ist geplant, Freiberufler wie Ärzte, Anwälte und Architekten in die Gewerbesteuerpflicht zu nehmen. Dazu erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB), Dr. Ulrich Oesingmann: „Freiberufler sind keine Gewerbetreibenden. Das sieht auch das Bundesverfassungsgericht so. Über ihre Ertragssteuern leisten die Angehörigen der Freien Berufe zudem schon ihren vollen Anteil an der Gemeindefinanzierung. Jede zusätzliche Belastung gefährdet mittelständische Existenzen und Arbeitsplätze in der Wissensgesellschaft.
Der BFB appelliert an die Kommission und den Bundesfinanzminister, einen Reformvorschlag zu präsentieren, der für die Bürger belastungsneutral ist und die Finanzlage der Gemeinden wirklich verbessert. Anders als im Hause Eichel dargestellt, würde eine Gewerbesteuer nach bisherigen Plänen sehr wohl zu Mehrbelastungen der Freiberufler führen. Eine volle Verrechnung mit der Einkommenssteuer ist ab einem Hebesatz von rund 350 Prozentpunkten nicht mehr möglich – und in fast allen deutschen Groß- und Mittelstädten liegt dieser Satz darüber.
Umgekehrt käme das bei den Freiberuflern eingesammelte Geld offenbar gar nicht bei den Gemeinden an. Wie Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Kommunalfinanzen zeigen, bliebe ein Großteil der Mittel bei Bund und Ländern hängen. Lediglich gut 60 von geschätzten 390 Steuermillionen würden demnach in den Stadtsäckeln landen.
Das aus unserer Sicht kleinere Übel ist das sogenannte BDI-Modell. Ein darin vorgesehenes Hebesatzrecht der Kommunen auf die Ertragsteuern würde deren Einnahmesituation wirklich verstetigen. Die Gewerbesteuer als abschreckende europäische Rarität sollte dagegen abgeschafft werden.
Wenn es dennoch zu einer Gewerbesteuerpflicht für Freiberufler kommt, müssten viele die Änderung ihrer Rechtsform unter Belastungsgesichtspunkten überdenken. Am Ende wird der Staat nicht mehr, sondern weniger Geld einnehmen.“
Der BFB als Spitzenorgan der freiberuflichen Kammern und Verbände vertritt rund 785 Tausend Freiberufler. Diese beschäftigen über zwei Millionen Mitarbeiter – darunter 156 Tausend Auszubildende – und erwirtschaften annähernd neun Prozent des Bruttoinlandproduktes.
Verantwortlich: Stephan Caspary Reinhardtstraße 34 Pressereferent 10117 Berlin Telefon (030) 28 44 44-34 Telefax (030) 28 44 44-40 Stephan.caspary@freie-berufe.de www.freie-berufe.de
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